Calmbach und Coschwa wurden vor Beginn der Saison 1983/84 als kommende Meister gehandelt, wir waren auserkoren, den Favoriten hie und da ein Schnippchen zu schlagen. Ganz so rosig sah es dann doch nicht aus. Wir starteten auf dem 9. Tabellenplatz mit 9:11 Punkten. Gerade wurde das Heimspiel gegen Würm mit 0:3 verloren. Enttäuschung machte sich breit, einige „Gewitter“ reinigten die Luft, und von Stund an wurde in einer Serie von 16 Spielen kein Match mehr verloren. Drei Spieltage vor Abschluss hatten wir den Platz an der Sonne. Vor dem letzten entscheidenden Spiel in Bauschlott war die Lage: 1. Ellmendingen 34:16 Punkte, 2. Büchenbronn 33:17 Punkte.
Wir mussten also gewinnen. Über 1500 Zuschauer säumten den Spielfeldrand, als Bundesliga-Schiedsrichter Neuner diese Begegnung anpfiff. Voll motiviert zog unsere Mannschaft vom Leder. 0:3 hieß es am Ende für uns. Nach langer, über 30-jähriger Abstinenz, stiegen wir in die Landesliga auf. Volle zwei Tage, im wahrsten Sinne des Wortes, bewies unsere Truppe auch im Feiern Kondition. Voller Selbstbewusstsein, auf die eigenen Spieler vertrauend, nahm man das „Abenteuer“ Landesliga in Angriff.
Mit einem Heimspiel, einem „vollen Haus“ und einer unerwarteten Niederlage startete der TuS gegen FC Germania Singen in die Saison 1984/85. Der schlechte Start gipfelte schließlich in 2:12 Punkten. Das Wort Abstieg war bei jedem Gespräch über den TuS zugegen. Doch es kam anders. Die Mannschaft steigerte sich und stellte mit einem 1:0-Sieg Zuhause gegen den 20:0 Spitzenreiter Weingarten die Weichen für bessere Zeiten. Nach Abschluss der Vorrunde nach 15 Spielen zeigte die Tabelle für den TuS ein von Zuversicht geprägtes Bild. 12:18 Punkte und ein 14. Tabellenplatz.
Nach einigen Rückschlägen besannen sich die TuS-ler auf ihr Können und die Kampfkraft und hielten bis zum letzten Spieltag die Frage nach dem Abstieg offen. Vor dem Spiel bei Absteiger Nöttingen war klar, dass uns nur ein Sieg vor dem Sturz in die Bezirksliga helfen konnte, bei gleichzeitigem Sieg von Aufsteiger Weingarten gegen Eggenstein. In einem denkwürdigen Spiel, von etlichen hundert Ellmendinger Zuschauer unterstützt, siegte unsere Elf am Ende mit 1:4. Weingarten schlug Eggenstein, wir waren gerettet. Nach Spielende, bei Bekanntwerden des Ergebnisses aus Weingarten, glich die Umkleidekabine einem Tollhaus. Mancher gute Tropfen musste dran glauben, um auch dem Feiern gerecht zu werden.