Sportvereine sind das Herzstück einer Gemeinde. Sie sind Orte der Begegnung, des sportlichen Wettkampfs und der gelebten Kameradschaft. Damit diese Funktionen auch in Zukunft erfüllt werden können, bedarf es einer modernen und funktionalen Infrastruktur. Der TuS Ellmendingen hat dies erkannt und mit dem umfassenden Neubau- und Anbauprojekt seines Clubhauses ein klares Signal für die kommenden Jahrzehnte gesetzt.
Die Ausgangslage: Tradition trifft auf Sanierungsstau
Das alte Clubhaus des TuS Ellmendingen war über viele Jahrzehnte hinweg der Dreh- und Angelpunkt des Vereinslebens. Doch der Zahn der Zeit nagte unübersehbar an der Substanz. Steigende Energiekosten durch mangelnde Isolierung, veraltete Sanitäranlagen und ein Platzangebot, das den modernen Anforderungen des Spielbetriebs und der Geselligkeit nicht mehr gewachsen war, machten eine grundlegende Entscheidung notwendig.
Nach intensiven Diskussionen innerhalb der Vereinsführung und mit den Mitgliedern stand fest: Eine reine Flickschusterei reicht nicht aus. Um den TuS Ellmendingen langfristig attraktiv zu halten – insbesondere für die Jugendabteilung – war ein großer Wurf nötig.
Das Baukonzept: Funktionalität und Moderne
Der Fokus des Projekts liegt auf einer intelligenten Trennung von Funktionsbereichen. Während der Anbau primär dazu dient, die Kapazitäten für den Spielbetrieb zu erweitern, sorgt der modernisierte Kernbereich für eine deutliche Aufwertung der Gastronomie und des Gemeinschaftsbereichs.
- Kabinentrakt und Sanitärräume: Durch den Anbau können zusätzliche, großzügige Kabinen geschaffen werden. Dies entzerrt die Situation an Spieltagen erheblich, insbesondere wenn mehrere Mannschaften (Jugend, Damen, Herren) zeitgleich auf der Anlage sind.
- Energetische Sanierung: Ein Herzstück des Neubaus ist die moderne Haustechnik. Durch verbesserte Dämmung und effiziente Heizsysteme reduziert der Verein seine laufenden Kosten massiv und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz.
- Barrierefreiheit: Ein moderner Sportverein muss für alle zugänglich sein. Bei der Planung wurde konsequent darauf geachtet, dass auch Menschen mit Beeinträchtigung problemlos am Vereinsleben teilhaben können.
Eigenleistung: Das Fundament des Erfolgs
Ein Projekt dieser Größenordnung ist für einen Verein allein durch externe Firmen kaum zu stemmen. Was den TuS Ellmendingen in dieser Phase besonders auszeichnet, ist die enorme Eigenleistung der Mitglieder.
Wochenende für Wochenende greifen aktive Spieler, AH-Mitglieder, Gönner und Freunde des Vereins zu Schaufel und Hammer. Vom Abriss alter Strukturen bis hin zu Innenausbauarbeiten – die „TuS-Familie“ zeigt, was man mit Zusammenhalt erreichen kann. Diese ehrenamtlichen Stunden sparen nicht nur enorme Summen im Budget, sondern stärken auch die Identifikation mit dem „neuen Wohnzimmer“ des Vereins.